VirtualSP

Forschung und Wirkung

VirtualSP entsteht am Simulation and Communication Lab (SCoLa) der Medizinischen Fakultät OWL — als Lehrangebot und als Forschungsgegenstand. Die Plattform erzeugt eine Datenbasis, die in der Kommunikationsausbildung bislang nicht verfügbar war: strukturierte, vergleichbare Auswertungen einer vierstelligen Zahl von Gesprächen.

Wirkungsmodell

Das Wirkungsmodell beschreibt, wie aus Trainingsangeboten Kommunikationskompetenz und schließlich bessere Gespräche in der Versorgung werden.

  1. Ressourcen
  2. Aktivitäten
  3. Leistungen
  4. Wirkung
Ressourcen
Medizindidaktische Expertise des SCoLa · curriculare Einbettung · Szenarienbibliothek · Kompetenzframework · technische Plattform
Aktivitäten
Entwicklung und Validierung von Szenarien · Durchführung von Trainings · automatisierte Auswertung entlang der fünf Dimensionen · Rückspiegelung an Lernende und Lehrende
Leistungen (Outputs)
Absolvierte Trainings · erreichte Lernende · verfügbare Szenarien · erzeugte Feedbackberichte und Kompetenzprofile
Wirkung kurzfristig
Akzeptanz und Nutzung · gesteigerte Übungsfrequenz · Selbstwirksamkeitserleben · Abbau von Hemmungen vor dem ersten realen Gespräch
Wirkung mittelfristig
Messbarer Kompetenzzuwachs in den fünf Dimensionen · bessere Vorbereitung auf Trainings mit realen Simulationspersonen und auf praktische Prüfungen · gezielterer Einsatz knapper SP-Ressourcen
Wirkung langfristig
Höhere Gesprächsqualität in der Versorgung · bessere Verständigung zwischen Behandelnden und Patient*innen · skalierbare Kommunikationsausbildung unabhängig von Standortressourcen

Wirkmechanismus

Kommunikationskompetenz entsteht durch wiederholtes Üben mit unmittelbarer Rückmeldung. In der klassischen Ausbildung begrenzen Verfügbarkeit von Simulationspersonen, Kursplätze und Scham vor der Gruppe genau diese Wiederholung. VirtualSP setzt an dieser Begrenzung an: beliebig oft, jederzeit, ohne Publikum, mit kriterienbasiertem Feedback nach jedem Gespräch.

Zu klären

Dieses Wirkungsmodell ist ein Entwurf und vor Veröffentlichung fachlich zu prüfen. Für Förderanträge empfiehlt sich zusätzlich eine Zuordnung zu den Kirkpatrick-Ebenen; die vorliegenden Evaluationsdaten decken heute Ebene 1 und in Ansätzen Ebene 2 ab.

Was wir wissen

Rückmeldungen der Lernenden werden systematisch erhoben. Stand September 2026:

  • 94 %

    der Studierenden in der Pilotphase bewerteten mehrfaches Training als sehr relevant für den Lernerfolg

    n = 53

  • 3,8 / 5

    für die Nützlichkeit der Trainingstipps

    462 Bewertungen

  • 3,7 / 5

    für die inhaltliche Passung der Reaktionen

    656 Bewertungen

  • 3,7 / 5

    für die Nützlichkeit der Gesprächsbewertung

    361 Bewertungen

  • > 950

    absolvierte Trainings

    Stand: September 2026

  • 190

    registrierte Nutzer*innen

    Stand: September 2026

Publikationen

  • Bittner, A., von Schlippe, J., Bittner, J., Malchus, K. (2026): VirtualSP: Kommunikationstrainings mit virtuellen Simulationspersonen. 20. Internationales SkillsLab Symposium, Mannheim, 12.–14. März 2026.

    DOI: 10.3205/26isls39

Zu klären

Zweite Publikation (PUB-Record 3015179): Titel, Typ und Jahr ergänzen.

Zusammenarbeiten statt parallel entwickeln

Wir öffnen VirtualSP für andere Standorte. Wer Kommunikationstrainings mit virtuellen Simulationspersonen erproben oder beforschen möchte, muss die Infrastruktur nicht ein zweites Mal aufbauen: Plattform, Kompetenzframework und Szenarienentwicklung stehen bereit, die entstehende Datenbasis wächst mit jedem beteiligten Standort.

Wir suchen Partner für

  • Gemeinsame Studien zur Wirksamkeit

  • Szenarienentwicklung für weitere Fachgebiete

  • Erprobung in anderen Studiengängen und Gesundheitsberufen

  • Gemeinsame Förderanträge